| Huaiwen Xu beendet ihre Karriere |
| Geschrieben von Pascal Blum, 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim | |
| Wednesday, 25. February 2009 | |
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Die zweimalige Badminton-Europameisterin Huaiwen Xu vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim beendet nach der Saison ihre erfolgreiche Karriere. Die 33-Jahre alte gebürtige Chinesin wird ihren Vertrag beim dreifachen Deutschen Mannschaftsmeister definitiv nicht verlängern. Das Aushängeschild des Deutschen Badminton Verbandes zieht sich nach den Play-Off Spielen um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft langsam aus dem Badmintonsport zurück. Vielleicht spielt sie noch vereinzelt ein paar Turniere, doch in der zweiten Jahreshälfte wird sie ihre Karriere endgültig ausklingen lassen. „Ich werde schauen, wie es mir bis zum August geht. Bin ich körperlich fit, fahre ich vielleicht auch noch mit zur WM nach Indien, die vom 10. bis 16. August in Hyderabad stattfindet. Danach höre ich aber definitiv mit dem Badminton auf“, sagt die fünffache Deutsche Meisterin. Und Xu weiter: „Ich möchte mit dem BCB jetzt noch den Titel verteidigen, das ist mir sehr wichtig. Da werde ich mich noch Mal voll reinhängen, denn diesen Team-Erfolg will ich auf jeden Fall noch mitnehmen.“
Traurig über die Entscheidung, aber voller Dank für das Geleistete, äußerte sich Bischmisheims Team-Manager und Vorstandsmitglied Thomas Tesche: „Wir bedauern Huaiwens Entscheidung zutiefst, da wir gehofft hatten, sie auch nach der Beendigung ihrer internationalen Karriere langfristig an das Saarland binden zu können. Es war eine großartige Zusammenarbeit über all die Jahre, die durch tolle gemeinsame Erfolge gekrönt wurden. Wir hoffen, mit einer erfolgreichen Titelverteidigung in der Bundesliga einen goldenen Schlusspunkt dieser Erfolgsgeschichte 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Huaiwen Xu setzen zu können. Der Verein wünscht Huaiwen auf jeden Fall alles Gute für ihre weitere Zukunft!“ Maximal vier Spiele wird Huaiwen Xu also noch das Trikot der Saarländer tragen, danach neigt sich die erfolgreichste Karriere im deutschen Badmintonsport langsam dem Ende zu. Nach dem Leistungssport möchte sich Xu nur noch um ihren privaten Werdegang kümmern. „Ich bin nicht nur körperlich müde, auch in meinem Kopf bin ich einfach nur ausgelaugt. Ich kann mich nur noch schwer motivieren“, sagt sie. Einen Job als Trainerin, in dem viele Badmintonspieler in Deutschland sie gern sehen würden, schließt sie aus.
Die aktuell Weltranglisten-Neunte und kann in all den Jahren auf etliche Erfolge zurück blicken: 2004 nahm Huaiwen Xu für Deutschland an den Olympischen Sommerspielen in Athen teil. Zum Auftakt des Jahres 2006 gewann sie das Dameneinzel der Swiss Open in Basel, das drittwichtigste europäische Grand-Prix-Turnier. In der wöchentlich aktualisierten Weltrangliste vom 22. Juni 2006 belegte sie als erste Spielerin in der Geschichte des DBV den 1. Platz. Im gleichen Jahr wurde sie auch Sportlerin des Jahres im Saarland. Ferner holte die sympathische Spielerin 2006 und 2008 mit der Nationalmannschaft der Damen jeweils WM-Bronze sowie 2006 und 2008 jeweils EM-Bronze. Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking, bei denen sie an Position sieben gesetzt war, verlor sie im Viertelfinale knapp mit 21:19 und 22:20 gegen die an Position 1 gesetzte und Weltranglisten-Erste Xie Xingfang. Damit ist sie die erste für den DBV spielende Starterin, die bei Olympischen Spielen ein Viertelfinale erreicht hat. Im vergangenen Jahr wurde sie von Innenminister Wolfgang Schäuble mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt - der höchsten deutschen Auszeichnung für sportliche Leistungen. |